Bisher keine Bewertung. Nextcloud 22 installieren | Teil 1 – Ubuntu Server Installation in der Version 20.04.3 LTS

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Vorbereitung für die Installation von Nextcloud 22

Im Teil 1 dieser Artikelserie Nextcloud 22, werden wir die Installation von Nextcloud vorbereiten, in dem wir für den Betrieb von unserer Nextcloud, den Server auf Basis von einer Ubuntu Server Installation in der Version 20.04.3 LTS auf unsere virtuelle Maschine installieren. Hierbei werden wir einen Webserver auf der Basis von Apache, PHP 8.0 und MariaDB als Datenbank auf dem Ubuntu-Server implementieren.

Benötigte Tools und Software für die Ubuntu-Server-Installation

  • Ubuntu Server in der Version 20.04.3 LTS
  • Virtuelle Umgebung wie VirtualBox, VMware, Proxmox, etc.
  • Putty für Windows
  • Terminal bei Linux oder MacOS
Ubuntu Logo

Voraussetzungen:

In diesem Tutorial nutzte ich für die Virtualisierung von der Ubuntu-Server-Instanz die NAS- / Virtualisierungs-Plattform ‚UNRAID‚. Die Einrichtung einer virtuellen Maschine in einer anderen Virtualisierungs-Umgebung ist eigentlich immer gleich und daher ist es nur wichtig, dass ihr die Kernmetriken wie 2 GB RAM und einen Prozessor-Kern für die virtuelle Maschine einrichtet. Die Festplattengröße der virtuellen Instanz sollte so 20 GB groß sein.

Die System-Anforderungen, die im letzten Absatz genannt wurden, sind nur für Installation für die Testumgebung in diesem Tutorial gedacht. Für eine Nextcloud Installation, die ihr auch produktiv nutzen möchtet, reichen diese System-Anforderungen der virtuellen Instanz nicht aus!
Welche Anforderungen bei einem produktiven Einsatz zu erfüllen sind, habe ich euch ja im Beitrag zur Einführung dieser Artikelserie aufgeführt.

Ubuntu Server Installation – Ubuntu Server in der virtuellen Umgebung installieren

Menüführung während der Installation

Während des Ablaufs des Installationsroutine, könnt ihr mit der ‚Tabulator-Taste‘ von Feld zu Feld navigieren. Den Cursor, könnt ihr mit den ‚Pfeiltasten‘ auf eurer Tastatur in die gewünschte Position bewegen.
Mit der ‚Eingabe-Taste‘ bestätigt ihr eure Auswahl.

Die Bilder zu den einzelnen Schritten während der Installation, habe ich in einer Bild-Galerie zusammengefasst und die Bilder nach den Installationsschritten nummeriert.

Schritt 1 – Ubuntu Server Installation in einer virtuellen Umgebung

Nach dem Start der virtuellen Maschine mit dem Image von Ubuntu Server, wird nach dem Booten, die Installationsroutine der Ubuntu Server Installation automatisch gestartet (Bild 1 und Bild 2). In den beiden ersten Fenstern des Installers, wählt ihr nun eure bevorzugte Sprache sowie das Tastaturlayout eurer Tastatur aus.

Schritt 2 – Einstellung der IP-Adresse der Ubuntu Server Installation

Im folgenden Installations-Fenster erfolgt die automatische Konfiguration (bei der Nutzung eines DHCP-Servers) der IP-Adresse für den Ubuntu-Server (siehe Bild 3).

Schritt 3 – Konfiguration für die Nutzung eines Proxy-Servers

Im nächsten Schritt, könnt ihr bei Nutzung eines Proxy-Servers in eurem Netzwerk, hier die IP-Adresse in der Form „http://[[Benutzer][Kennwort]@]Host[:Port]/“ eures jeweiligen Proxy-Server eingeben. Nutzt ihr keinen Proxy, dann bitte dieses Feld leer lassen (siehe Bild 4).

Schritt 4 – Auswahl eines Spiegelservers (Mirrors)

Als nächstes kommt die Auswahl des Spiegelservers (Mirror) an die Reihe (Bild 5), hier könnt ihr die voreingestellte Mirror-Adresse in der Regel beibehalten.

Schritt 5 – Speicherplatz-Konfiguration

In der Regel könnt ihr im nächsten Fenster (Bild 6) die voreingestellte Speicherplatz-Konfiguration belassen. Bei einer Installation für ein Produktiv-System, würde ich persönlich noch die Option ‚Die LVM-Gruppe mit LUKS (Linux Unified Key Setup) verschlüsseln‘ auswählen und in diesem Schritt eine Passphrase vergeben

Wenn ihr dann diese Konfiguration bestätigt, so erscheint im nächsten Fenster (Bild 7), Eine Übersicht über das Dateisystem, welches nach der Durchführung der Installation auf euren System vorhanden sein wird.

Nach dem Bestätigen auf ‚Erledigt‘, erscheint ein PopUp (Bild 8), bei dem ihr hier auf ‚Fortfahren‘ auswählen müsst.

Schritt 6 – Host- und Benutzernamen vergeben und OPNSSH-Server installieren

Nach dem Anlegen des Dateisystems, erfolgt nun die Vergabe der Benutzerkennung mit Passwort, sowie die Eingabe des Hostnamens des Servers (Bild 9).

Nach der Bestätigung durch Auswahl auf ‚Erledigt‘, wählen wir im nächsten Schritt, die Installation eines OPNSSH-Servers aus (Bild 10). Hiermit ist es möglich, dass nach erfolgter Installation des Servers, ihr eine Verbindung zum Server via SSH-Verbindung mit der Software ‚Putty‘ oder per Terminal-Fenster erstellen könnt.

Schritt 7 – Ubuntu Server Installation abschließen

Wie in Bild 11 zu sehen, gibt es auch die Möglichkeit, Nextcloud gleich bei der Installation mit zu installieren. Darauf solltet ihr aber bewusst verzichten. Durch eine manuelle Installation von den erforderlichen Erweiterungen und Diensten, habt ihr einen genauen Überblick, was genau auf eurem Server ausgeführt wird. So habt ihr am Ende eine Konfiguration von Nextcloud, welche genau auf eure Bedürfnisse und auch aus sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten eine optimale Installation darstellt.

Um die Installation nun abzuschließen, wählt ihr unten im Fenster der Installationsroutine ‚Erledigt‘ aus und startet damit den Installationsvorgang (Bild 12). Wenn dieser Vorgang abgeschlossen wurde, müsst ihr den Server noch neustarten (Bild 13) und danach ist die Ubuntu Server Installation abgeschlossen (Bild 14).

Schritt 8 – Zugriff auf den Ubuntu Server via SSH

Um nach erfolgreicher Installation auf euren Ubuntu-Server zugreifen zu können, müsst ihr via Terminal oder Putty eine ssh-Verbindung erstellen.

Hierfür öffnet ihr zum Beispiel ein Terminal-Fenster und gibt die folgenden Angaben in die Kommandozeile ein:

ssh Benutzer@IP-Adresse 

also in unserem Beispiel dann:

ssh md@172.16.16.34

Danach werdet ihr aufgefordert, das Passwort, welches ihr während der Installation von Ubuntu Server für euren Benutzer vergeben habt, einzutragen.

Bitte beachtet, dass während der Eingabe eures Passworts, keine Zeichen im Fenster zu sehen sin, diese also im Blindflug eingegeben werden müssen.

Nach erfolgreicher Anmeldung, sollte euch der neu erstellte Ubuntu Server (Bild 15) begrüßen.

Schritt 9 – Aktualisierung der Ubuntu Server Installation

Zu guter Letzt, werden wir noch zum Abschluss eine Aktualisierung des Ubuntu Server vornehmen. Diese Aktualisierung könnt ihr erreichen, wenn ihr per sudo (superuser), die folgenden Befehle eingibt.

# Zunächst melden wir uns als SuperUser am System an, damit wir die Berechtigung für die Systemaktualisierung erhalten

sudo su

#Dann Passwort für euer Benutzerkonto eingeben und durch Eingabe-Taste bestätigen

#Aktualisierung der Aktualisierungspakete (Bild 16)

apt-get update

# Nach der Aktualisierung der Pakete könnt ihr durch den folgenden Befehl die Aktualisierung des Servers durchführen

apt-get upgrade -y 

Wenn ihr die aufgeführten Befehle eingegeben habt, ist die Aktualisierung des Ubuntu Server damit abgeschlossen.

Fazit – Ubuntu Server Installation

Wie ihr seht, geht eine Installation von einem Ubuntu Server leicht von der Hand und sind somit bestens für den nächsten Teil dieser Tutorial-Serie vorbereitet.

Im nächsten Teil werden zunächst das System von nicht gebrauchten Erweiterungen entschlacken und dann die Installation des benötigten Apache-Webservers, MaraiDB und PHP vornehmen. Des Weiteren werden wir im kommenden Teil auch einen Agenten für die SSL-Zertifikat-Erstellung über Let´s Encrypt installieren und für unseren Server ein öffentlich signiertes SSL-Zertifikat erstellen.

Sollte euch dieses Tutorial bisher gefallen haben, so würde ich mich über eine kleine Wertschätzung eurerseits sehr freuen.

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